Wie kommt die Scheiße ins Bier?


17.05.2017

Tromml

16:45 Uhr

Wetter: Sonnig/heiß (zu heiß)

 

Liebes Logbuch,

 

in Mehrstätten angekommen, ging es gleich auf die Suche nach Verwertbarem. Nach der Freude, dass es hier tatsächlich Zivilisation gibt, folgte bald die Ernüchterung. Die einzigen Gasthäuser hatten geschlossen. Der Metzger ist vor zwei Monaten einen Ort weitergezogen und der kleine Kiosk hatte Mittagspause. Glücklicherweise erbarmte sich der dorfoberste Bäckermeister uns die Pforte zu öffnen. Zwei Leberkäswecken später öffnete auch der Kiosk und wir konnten uns mit Proviant eindecken. Wir machten uns auf nach Buttenhausen. Doch auf einmal hielt der Teufel in Form eines jungen Mannes in einem weißen Transporter an und fragte ob er uns mitnehmen solle. Schockiert lehnten wir ab und fanden uns kurz darauf auf einer viel zu sonnigen Allee neben einer Landstraße wieder. Nach viel zu langer Zeit waren wir an einem Waldstück angelangt. Ich nutzte die Gelegenheit und ging das erste Mal richtig schön kacken. Einige Stunden später erreichten wir Buttenhausen, wo es im Ikarus Café zwei Stücke Kuchen und zwei Wegbier gab. Letztlich endete der Tag kurz vor Wasserstetten, an einem äußerst fragwürdigen Nachtplatz.

 

PS.: Wischnipur stach beim Errichten des Nachtlagers versehentlich mit dem Messer in seine Isomatte und schiss dann von einem Baum. Der Aufprall der Scheißbollen aus 2,5 Meter Höhe klang dumpf und unbeschreiblich schön.

 

Früh morgens wurden wir von einem Köter mit dem Namen Emma geweckt, die partout nicht an unserem Zelt vorbei wollte und lieber lautstark bellte. Nachdem wir die morgendliche Hygiene vollbracht hatten, ging es in einem gemütlichen Marsch in ein Dorf, dessen Namen ich vergessen habe, zum Gasthof Hirsch, wo wir speisten und uns dann in der prallen Sonne auf einen 15 Kilometer Marsch Richtung Engstingen aufmachten. Der Marsch war beschwerlich, doch als wir das Hopfenfeld der Bergbrauerei Ulrich entdeckten und Wischnipur es spontan mit seinem Dung düngte, schöpften wir neue Kraft und kamen nach unzähligen Wäldern und Wiesen schließlich in Engstingen an. Endlich da und völlig erledigt haben wir uns beim Bäcker einen Kaffee und etwas zu Essen gegönnt. Nach einem viel zu großen und somit auch schweren Einkauf, fanden wir unser Nachtlager. Hier sitzen wir nun. Wischnipur spielt fröhlich auf seiner Gitarre und ich bin nervlich ziemlich erledigt. Mein Rücken macht mir momentan keine Freude und deswegen hör ich jetzt auf zu schreiben.